Blick der Reiselotsen auf 2017 - zurück aus der Zukunft

25. Dezember 2016
Ausblick auf 2017
Gestern las ich von einem Ausblick, der als Rückblick auf 2017 geschrieben wurde. Ein mutiger Ansatz! Natürlich kann ich nicht absehen, was Ende 2017 geschehen sein wird. Gerade deswegen möchte ich dieser Idee folgen und bitte zum Check-in ... Reisetermin: Ein klarer Wintertag im Dezember 2017 ...

Ende 2016, gerade rechtzeitig zu Beginn des neuen Jahres, verschickt REISEBOERSENETZ erstmal im Rahmen des neuen Projektes "Die Reiselosten" seine Winterpost. Darin befinden sich "Reiseunterlagen" - eine Mappe mit einer Bordkarte und einem Notizzettel. Die eine Seite der Karte gehört REISEBOERSENETZ, die andere dem Projekt "lotse.reise".

Wer sich wundert(e), dass dieses Mal kein persönliches Begleitschreiben beilag: Das war so geplant. Quasi, wir geben es zu, ein Test, ob ein gelber Klebezettel neugierig genug macht ...

Und was genau ist damit gemeint?
Wer hier angekommen ist, ist entweder dem QR-Code oder dem Link auf dem Notizzettel gefolgt. Mit Reisewünschen im Kopf geht es weiter zu "Inspirationen, Experten und Accessoires entdecken". Die Bordkarte von lotse.reise weist den neuen Weg.

Aus REISEBOERSENETZ, dem seit 2003 bestehenden Online-Reisebüro mit persönlicher Beratung, wurde im Laufe des Jahres 2016 ein Teil des Projektes lotse.reise. Nachdem sich mehrere spezialisierte Zweige entwickelt haben, war es an der Zeit diese zusammenzufassen, ihnen einen Rahmen zu geben. Wer mehr zum Weg dorthin lesen mag, erfährt mehr im Eingangstext auf www.lotse.reise und im ersten Blogbeitrag vom 25. Oktober 2016

Wieso jetzt eine Spezialisierung, nachdem es über 13 Jahre eher ein "Alles an einer Stelle" war?
Ein Teil der Gründe liegt in den Veränderungen des Internets und den Nutzungsgewohnheiten. Der andere berücksichtigt eine Filterung aus den touristischen Angebotsmassen viel näher am Bedarf des Reisenden.
Deswegen haben wir "alles an einer Stelle" nicht grundsätzlich verändert, sondern uns stärker mit Experten vernetzt, die sich in ihrem Spezialgebiet bestens auskennen. Die - in den ersten Projekten zu Gesundheitsreisen und nachhaltigem Reisen - als qualifizierte Ansprechpartner beraten und das Passende für die Reisenden (also Sie/euch) finden.
Die ersten Reisen, die mit diesem Beratungsprinzip vermittelt wurden, fanden schon in 2016 statt, weitere folgten nach dem offiziellen Launch der Webseite gesundheits.reise Ende März 2017.

Der Aufbau der Seite hat viel Zeit in Anspruch genommen, weit mehr, als anfangs gedacht. Was an vielen technischen Punkten lag, die zu lösen waren - und auch einer deutlichen Unterschätzung des Aufwandes, die Inhalte vorzubereiten.
Ein großer Anschub war die Zusammenarbeit mit der Apollon-Hochschule für Gesundheitswirtschaft. Drei Studentinnen und Studenten untersuchten Anfang 2017 im Rahmen ihrer Hausarbeit über mehrere Wochen die Möglichkeiten, das Portal beim Reisenden bekannter zu machen. Der Schwerpunkt lag auf den digitalen Wegen der Social Media und der Vorbereitung eines Newsletter-Konzeptes.
Das Ganze blieb keine theoretische Studienarbeit, sondern wurde nach der Fertigstellung und Präsentation unter dem Dach von lotse.reise in die Praxis umgesetzt und nach dem erfolgreichen Start fortgeführt.

Das entwickelte Konzept wurde so gründlich durchdacht, dass es auch für das zweite Projekt in angepasster Form übernommen werden konnte. So konnte das Projekt nachhaltige.reise, welche Ende 2016 noch in den Kinderschuhen steckte, nur zwei Monate später die ersten Partner aus der Toskana auf dem deutschen Markt vorstellen.

Und was erlebte Schaf Paul?

2016 war für ihn wieder ein bewegtes Jahr - viele Meilen in der Luft und auch auf dem Landweg hat er zur Erkundung neuer Ziele zurückgelegt. Die starke Auslastung seines Sekretariats führte dazu, dass Ende des Jahres noch immer etliche Geschichten nicht in der neuen Darstellungsform überarbeitet waren ... Doch das Konzept eines Übersichtsartikels, von dem aus alle Detailartikel verlinkt werden, hat sich seit seiner Einführung im Sommer 2015 bestens bewährt.

Ein besonderer Moment war die Reise nach Malta im Juni 2016. Währenddessen konnte er nicht nur die eine Europäische Kulturhauptstadt 2018 - Valetta - und die dort geplanten Projekte sehr frühzeitig kennenlernen, sondern auch seine zweite Auszeichnung entgegennehmen.
Nach 2011, als er selbst als "Beste Social Media-Idee" vom Fachmedium touristik aktuell gekürt wurde, erhielt Schaf Paul diesmal beim Malta Press Award in der Kategorie "Online" erneut den zweiten Preis. Quasi ein journalistischer Ritterschlag für ihn wink .

Seine erste Reise in 2017 führte ihn zunächst nach Kuba und tiefer in die Karibik. Transatlantisch ging es bis zu den Azoren - eine inselreiche Erfahrung. Zugleich das erste Mal, dass sein Sekretariat und das Büro von REISEBOERSENETZ drei Wochen am Stück vertreten wurden. Wie schon in 2016 durch das Team von "Zeit zum Reisen", ohne das solche Erfahrungen nicht möglich sind. Dank an die Kollegen!

Und weiter? Im März ging es an die Algarve - Wandern entlang einiger Küstenstücke. Diese Informationsreise wurde zum Pilotprojekt der Zusammenarbeit des Reiseveranstalters Wikinger Reisen mit den Reiselotsen und der Start des Portals wander.reise nach den Sommerferien. Über seine weiteren Pläne schwieg er so hartnäckig, dass diese hier und jetzt auch nicht aufgedeckt werden.

Sein Ende 2016 vorgestelltes Assistenz-Team hat ihn bestmöglich darin unterstützt, seinen Fans die angefragten Reisewünsche zu erfüllen - ob sie entlang der beschriebenen Reisen seinen Spuren folgten oder eigene Pfade beschritten. Wer dazu mehr wissen mag, kann direkt mit dem Team Kontakt aufnehmen.

Die Webseite reise.tools entwickelte sich endlich weiter - in 2016 lag sie lange aus Kapazitätsgründen brach. Doch dank der festen Planung von neuen Beiträgen und der Fertigstellung des Imports der Daten zu den Freizeitangeboten von Regiondo, bietet sie nun Nettes & Nützliches rund um die Reise und jede Menge Anregungen zur Freizeitgestaltung in Nah und Fern.
Seit dem späten Frühjahr 2017 hat sie endlich die Mischung erreicht, die der Ideengeberin Susanne Krüger vorschwebten.

Fehlt noch REISEBOERSENETZ - der Ursprung aller touristischen Tätigkeiten.
Auch mehr als vierzehn Jahre nach der Gründung steht die Vermittlung von Reiseleistungen im Mittelpunkt. Verändert hat sich die Mischung der Kundenbedürfnisse: Seit etwas mehr als drei Jahren werden überwiegend Geschäftsreisende betreut. Diejenigen, die privat verreisen, finden weiterhin die liebgewonnene persönliche Beratung und dazu ein Netzwerk von spezialisierten Reise-Experten, die die Reisewünsche bestmöglich erfüllen.

Ganz neu wurde Anfang 2017 für alle Reisenden auf  Honorar-Beratung auf Stundenbasis umgestellt. - Wieso dies?
Im Laufe der zwei Jahre davor hatte sich herausgestellt, dass die Bedürfnisse in der Beratung deutlich spezieller wurden. Die "einfachen" Reisen werden zunehmend online gebucht. Das ist - weiterhin - auf der Webseite von REISEBOERSENETZ unter "Direkt zur Buchung" möglich! Auch dieses Projekt wurde im Frühjahr 2017 überarbeitet.

Und welche Fragen landeten bei uns? Ganz unterschiedliche!
Der eine Reisende hat einfach keine Lust und/oder Zeit, Massen von Seiten online zu durchforsten und oft festzustellen, dass das gerade gesehene Angebot doch nicht das hält, was es versprach. Der nächste liebt genau das - und wünscht sich dann, nach der Auswahl, weitergehende Informationen, Reisetipps, Zusatzdienstleistungen.
Eines mussten wir, bei aller Hingabe zum Servicegedanken, akzeptieren: Es gibt viele Gründe, warum am Ende die Buchung doch nicht bei der beratenden Stelle, also im Reisebüro, landet. Das ist keine Erfahrung, die nur REISEBOERSENETZ betrifft, sondern alle Reisebüros kennen.
Sei es, weil es - mit den wichtigsten Informationen versorgt - doch bequemer schien, spätabends online zu buchen statt noch einmal anzurufen oder eine Nachricht zu schreiben. Oder weil das, was sich nach der Beratung die als beste Lösung zur Erfüllung der eigenen Wünsche ergab, (aus rechtlichen Gründen) nicht im Reisebüro buchbar ist. Weil der Partner plötzlich aktiv wurde, weil man uns die Arbeit mit der Buchung an sich ersparen wollte, anderswo Gutscheine verteilt wurden ... Es wurden bereits viele Gründe genannt - doch sie führen alle zu einem Punkt: Eine Dienstleistung muss vergütet werden. Damit der Dienstleister Aus- und Weiterbildung, Betriebskosten und die eigene Kühlschrankfüllung bezahlen kann.

Unsere Firmenkunden schätzen das für beide Seiten faire Prinzip der Honorarberatung seit mehr als fünf Jahren, was uns bewog, dieses auch bei der Ausarbeitung von Privatreisen anzubieten.
Eines wollten wir auf jeden Fall berücksichtigen: Werden die Reiseleistungen für die private Reise innerhalb des Netzwerkes der Reiselotsen gebucht, wird das Honorar verrechnet. Für die meisten Reiseleistungen ändert sich preislich nichts!

Hier löst sich die vielleicht schon vorhandene Frage zum eingangs erwähnten Gutschein: Zum "Testen" wurde zum Beginn des Jahres 2017 ein Gutschein über eine halbe Stunde Reiseberatung an alle Kunden von REISEBOERSENETZ verschickt. Ganz ohne Voraussetzungen zur Einlösung - das trauten wir uns.
Der Gutschein war das ganze Jahr 2017 gültig. Die Erfahrungen mit der Umstellung verliefen überwiegend positiv. Es gab einige Gespräche zur tieferen Erläuterung der Idee dahinter, viel Verständnis und positive Rückmeldungen. Neu belebte und intensivierte Beziehungen bestätigten uns darin, den richtigen Schritt gewagt zu haben.

Was gab es sonst noch? Die Gespräche zur EU-Pauschalreiserichtlinie wurden intensiv weiter geführt. Auf politischer Ebene in Berlin, in vielen Einzelgesprächen. Die Verbände schafften es, sich zu einigen Punkten an einen Tisch zu setzen und gemeinsam alle Bedürfnisse zu erörtern und diese konstruktiv in der Politik vorzutragen.
Ausgelöst hat diese positive Entwicklung eine Petition Ende 2016, die eine nicht erwartete Einigkeit unter den Reisebüros auslöste und so manche verkrustete Struktur aufbrach. Die weitere Entwicklung der deutschen Umsetzung der Richtlinie wurde an anderen Stellen ausführlich dokumentiert ...

2016 war das Jahr der Brüche, der Veränderungen in vertrauten Strukturen. Vieles Gewohnte bekam neue Rahmenbedingungen. Es war das Jahr, welches für 2017 auf das Entstehen neuer Wege vorbereitete. Aufbruchsstimmung, verbunden mit der Ahnung, dass neben Abenteuer auch ein Risiko des Scheiterns besteht, zog sich durch viele Bereiche.
Es hat vielen Menschen gut getan, Vorhandenes auf Anpassungen zu überdenken und Neues zu wagen. Vieles wurde gemeinsam gestartet, mit mehr Gemeinschaftssinn statt "nur ich". Mit diesem Wohlwollen in sich wurde 2017 zu einem Jahr, auf das man gerne zurückblickt.

Und bei Ihnen/euch/dir? Wie soll es aussehen, wenn der Blick im Dezember 2017 auf das Jahr zurückfällt?
Natürlich weiß ich nicht, wie Ende 2017 die Bilanz ausfällt. Doch beim Schreiben dieses Textes merkte ich, wie sich so mancher "Dunst" um Ideen und Pläne klärte und sich Zuversicht ausbreitete, die Vorhaben auch umsetzen zu können.

Ich freue mich sehr, wenn wir uns am tatsächlichen Ende von 2017 einen gemeinsam Blick auf das Jahr gönnen!

Mit herzlichem Gruß
Susanne Krüger